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Legenden Film-Index

Jean Paul Belmondo

Jean-Paul Belmondo [ʒɑ̃ˌpɔl bɛlmɔ̃ˈdo] (* 9. April 1933 in Neuilly-sur-Seine; † 6. September 2021 in Paris) war ein französischer Theater- und Filmschauspieler. Er wurde ab den späten 1950er Jahren durch Filme der Nouvelle Vague bekannt. Ab Mitte der 1960er Jahre war er zwei Jahrzehnte lang als Komödiant und agiler Held actionbetonter Filme einer der erfolgreichsten Darsteller des europäischen Kinos. In den französischsprachigen Medien wurde Belmondo oft liebevoll „Bébel“ genannt.

Humphrey Bogart

Humphrey DeForest Bogart (* 25. Dezember 1899 in New York City; † 14. Januar 1957 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Theater- und Filmschauspieler. 1999 wählte ihn das American Film Institute zum „größten männlichen amerikanischen Filmstar aller Zeiten“. Mit seinen Darstellungen harter, erfahrener, oftmals zynischer und konsequent einem inneren Moralkodex folgender Charaktere wurde er zu einer Ikone des 20. Jahrhunderts.

Nachdem er seine Schauspielerkarriere beim Theater begonnen hatte, kam Bogart Ende der 1920er-Jahre mit dem Tonfilm nach Hollywood. Während der 1930er-Jahre war er vor allem als Nebendarsteller in Gangsterrollen bekannt, darunter in Der versteinerte Wald und Chicago – Engel mit schmutzigen Gesichtern. Anfang der 1940er-Jahre gelang ihm der große Durchbruch zum Filmstar. Insbesondere den Film noir prägte er mit Filmen wie Die Spur des Falken, Tote schlafen fest und Gangster in Key Largo wie kein anderer Darsteller. Seine wohl berühmteste Rolle ist die des Cafébesitzers Rick Blaine in dem 1942 gedrehten Kultfilm Casablanca. Für seinen Auftritt im Abenteuerfilm African Queen erhielt er 1952 den Oscar als bester Hauptdarsteller.

Charles Bronson

Charles Bronson (* 3. November 1921 in Ehrenfeld, Pennsylvania, als Charles Dennis Buchinsky; † 30. August 2003 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Schauspieler. Ab den späten 1960er Jahren zählte Bronson ein gutes Jahrzehnt lang zu den weltweit populärsten Stars. Er spielte meist wortkarge Helden in Western und Actionfilmen. Internationale Bekanntheit erlangte er 1968 im Westernepos Spiel mir das Lied vom Tod in der Rolle des mysteriösen Mundharmonikaspielers. Einer seiner erfolgreichsten Filme war der Selbstjustiz-Thriller Ein Mann sieht rot (1974).

Tony Curtis

Tony Curtis (* 3. Juni 1925 als Bernard Schwartz in New York City; † 29. September 2010 in Henderson, Nevada) war ein US-amerikanischer Filmschauspieler, Maler, Autor und Künstler. Er zählte in den 1950er- und 1960er-Jahren zu den großen Hollywood-Stars. An der Seite von Marilyn Monroe und Jack Lemmon schrieb er Filmgeschichte mit dem Komödienklassiker Manche mögen’s heiß von Billy Wilder.

Alain Delon

Alain Fabien Maurice Marcel Delon anhören (* 8. November 1935 in Sceaux; † 18. August 2024 in Douchy) war ein französisch-schweizerischer Schauspieler und Filmproduzent. Seinen Durchbruch feierte er 1960 mit den Filmen Nur die Sonne war Zeuge und Rocco und seine Brüder. In den 1960er und 1970er Jahren zählte er zu den populärsten Stars des europäischen Kinos.

Er drehte mit renommierten Regisseuren wie Luchino Visconti (Der Leopard), Michelangelo Antonioni (Liebe 1962), Jean-Pierre Melville (Vier im roten Kreis) und Jean-Luc Godard (Nouvelle Vague). Mit seiner zeitweiligen Lebensgefährtin Romy Schneider arbeitete er in drei Filmen zusammen, darunter Der Swimmingpool. Obwohl er auch einige klassische Heldenrollen spielte, wurde er – vor allem seit seinem Auftritt als Profikiller in Melvilles Der eiskalte Engel (1967) – vorwiegend in der Rolle des skrupellosen Zynikers und kühlen Einzelgängers besetzt.

Henry Fonda

Henry Jaynes Fonda (* 16. Mai 1905 in Grand Island, Nebraska; † 12. August 1982 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler.[1] Zwischen 1935 und 1981 absolvierte er 115 Film- und Fernsehauftritte. Er gilt als einer der bedeutendsten US-amerikanischen Charakterdarsteller und wurde vom American Film Institute in der Liste der 25 größten männlichen Filmlegenden aller Zeiten auf Rang 6 gewählt.

Fonda wurde meistens als aufrechter, moralisch integrer US-Amerikaner besetzt, wie in den Filmklassikern Früchte des Zorns und Die zwölf Geschworenen. Eine Abkehr von dieser Rolle bildete sein Auftritt als gewissenloser Killer in Spiel mir das Lied vom Tod. 1981 erhielt er einen Ehrenoscar, ein Jahr später wurde Fonda für seinen letzten Film Am goldenen See mit einem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Er ist der Vater von Jane Fonda und Peter Fonda sowie der Großvater von Bridget Fonda.

Cary Grant

Cary Grant (* 18. Januar 1904 als Archibald Alec Leach in Bristol, England; † 29. November 1986 in Davenport, Iowa) war ein britisch-US-amerikanischer Schauspieler. Er nahm 1942 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an.[1]

Grant zählte über 30 Jahre lang zu den populärsten Filmstars in Hollywood und pflegte in vielen Komödien und Thrillern das Image des selbstironischen Weltmannes. Alfred Hitchcock schuf mit ihm in der Hauptrolle die Filmklassiker Verdacht (1941), Berüchtigt (1946), Über den Dächern von Nizza (1955) und Der unsichtbare Dritte (1959). Auch mit Komödien wie Leoparden küßt man nicht (1938), Die Nacht vor der Hochzeit (1940) und Arsen und Spitzenhäubchen (1944) war Grant erfolgreich.

1966 zog sich Grant nach 77 Filmen aus dem Filmgeschäft zurück. 1970 erhielt er einen Ehrenoscar für sein Lebenswerk. Das American Film Institute wählte ihn hinter Humphrey Bogart auf Platz 2 der 25 bedeutendsten männlichen US-amerikanischen Filmstars aller Zeiten.

Charlton Heston

Charlton Heston, gebürtig John Charles Carter, (* 4. Oktober 1923 in Evanston, Illinois; † 5. April 2008 in Beverly Hills, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Bürgerrechtler. Bekannt wurde er durch Hauptrollen in verschiedenen populären Monumentalfilmen der 1950er und 1960er Jahre. Für seine Titelrolle als Ben Hur in dem gleichnamigen Filmklassiker von 1959 wurde er mit einem Oscar ausgezeichnet. Heston blieb bis ins hohe Alter ein gefragter Darsteller. Infolge einer Alzheimer-Erkrankung musste er seine Karriere beenden. Von 1998 bis 2003 war er Präsident der National Rifle Association.

Jerry Lewis

Jerry Lewis (* 16. März 1926 als Joseph Levitch in Newark, New Jersey; † 20. August 2017 in Las Vegas, Nevada) war ein US-amerikanischer Komiker, Schauspieler, Sänger, Produzent, Drehbuchautor und Regisseur. Weltweit bekannt wurde er nach dem Zweiten Weltkrieg durch eine zehnjährige Zusammenarbeit mit dem Sänger und Entertainer Dean Martin. Das Duo Martin & Lewis wurde zu einem der erfolgreichsten Comedy-Teams der Nachkriegszeit. Nach der Trennung des Teams verfolgte Lewis eine eigenständige Karriere.

Heinz Rühmann

Heinrich „Heinz“ Wilhelm Hermann[1] Rühmann (* 7. März 1902 in Essen; † 3. Oktober 1994 in Berg (Starnberger See)) war ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Sänger.

Seine Rolle in dem Film Die Drei von der Tankstelle bedeutete 1930 seinen Durchbruch als Filmschauspieler. Seither gehörte er zu den prominentesten und beliebtesten Schauspielern des deutschen Films und wurde einer der bestbezahlten Filmstars der NS-Zeit. Rühmann wurde vorwiegend als komödiantischer Durchschnittstyp eingesetzt wie in seiner bekanntesten Rolle als Hans Pfeiffer in der Komödie Die Feuerzangenbowle.[2] In der Nachkriegszeit konnte er als Charakterdarsteller an frühere Erfolge anknüpfen, so etwa im Hauptmann von Köpenick und in Es geschah am hellichten Tag. Seinen letzten Filmauftritt hatte der Schauspieler 1993 in Wim Wenders’ In weiter Ferne, so nah! 1995 wurde Heinz Rühmann posthum die Goldene Kamera als Größtem deutschen Schauspieler des Jahrhunderts verliehen.

Elizabeth Taylor

Dame Elizabeth Rosemond Taylor, DBE (oft auch Liz Taylor genannt; geboren am 27. Februar 1932 in Hampstead, London; gestorben am 23. März 2011 in Los Angeles, Kalifornien), war eine US-amerikanisch-britische Schauspielerin. Sie erlangte Starruhm bereits als Kinderdarstellerin und später als Leading Lady des marktführenden Hollywood-Studios Metro-Goldwyn-Mayer (MGM), bei dem sie von 1942 bis 1958 unter Vertrag war. Taylor wirkte in zahlreichen kommerziell erfolgreichen Filmen mit und wurde unter anderem mit zwei Oscars und einem Golden Globe als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Durch ihre Auftritte in den Filmen Die Katze auf dem heißen Blechdach, Plötzlich im letzten Sommer und Brandung ist ihr Name mit der Popularisierung des dramatischen Werkes von Tennessee Williams verknüpft. Ihre Prominenz hat Elizabeth Taylor wiederholt dafür genutzt, auf politische und gesellschaftliche Probleme aufmerksam zu machen; die größte Resonanz erzielte sie diesbezüglich mit ihren Fundraising-Aktivitäten für die AIDS-Aufklärung. Im Jahr 1999 wurde sie von der britischen Königin Elisabeth II. in den Adelsstand erhoben. Taylor war eine der bestverdienenden Darstellerinnen ihrer Zeit; ihr Vermögen wurde zeitweilig auf 600 Millionen US-Dollar geschätzt.

John Wayne

John Wayne (* 26. Mai 1907 in Winterset, Iowa als Marion Robert Morrison, später umbenannt in Marion Mitchell Morrison; † 11. Juni 1979 in Los Angeles, Kalifornien), Spitzname Duke, war ein US-amerikanischer Filmschauspieler. Er zählte zu den einflussreichsten, erfolgreichsten und bestbezahlten Hollywood-Schauspielern seiner Zeit.

Während seiner 50-jährigen Karriere trat Wayne kontinuierlich als Hauptdarsteller von Westernfilmen in Erscheinung. Der 1,93 Meter große Wayne prägte in Rollen wie der des rauhbeinigen Westmannes, Sheriffs, Marshals und Kavallerie-Kommandeurs in entscheidender Weise das Bild dieses Filmgenres.

Für Der Marshal (1969) erhielt Wayne den Oscar als bester Hauptdarsteller. Er spielte in Westernklassikern wie Ringo (1939), Red River (1948), Der schwarze Falke (1956), Rio Bravo (1959) oder Der Mann, der Liberty Valance erschoß (1962) und war auch häufig in Kriegs- und Abenteuerfilmen zu sehen. Als Schauspieler und Privatmann personifizierte er die traditionellen Wertvorstellungen der Pionierzeit und wurde zu einer überlebensgroßen Figur der amerikanischen Filmgeschichte. Wayne war vor allem in den USA unter dem Spitznamen „Duke“ („Herzog“) bekannt, nach einem Hund, den er als Kind hatte.